Film!Film! #1: E**l D**D
Februar 14th, 2006 | von Toolscheik |Heute hat es mich mal wieder in Richtung des Saturns in Leipzig verschlagen. Nachdem ich vor kurzem in einem der zahlreichen Märkte für Heimelektronik günstig drei, meiner Ansicht nach guten, DVD’s erstanden hatte, stöberte ich daher in jenem Geschäft auch in deren Billig-DVD-Abteil…
Da stand ich nun, wühlte erst in dieser großen Box, wo von jedem Film scheinbar 23 Stück waren, doch alle diese Filme waren irgendwelche C-Movies, von denen ich bisher noch nie etwas gehört oder gelesen habe. Gleich daneben gab es aber noch einen Tisch(?), wo man „hochwertigere“ Filme auf DVD kaufen konnte. Davon war wiederum auch nur die Hälfte einigermaßen brauchbar, unter anderen auch solche Perlen wie die Dead-Reihe von George A. Romero, für läppische 9€ im 3er-DVD-Pack.
Die Ironie an der ganzen Sache ist aber, dass ich erst vor knapp anderthalb Wochen eben den ersten Teil der Reihe, Night of the Living Dead, gekauft hatte. Für 3,99€. Und da dachte ich, dass wäre ein Schnäppchen. Nun gab es dort eben jene DVD mit schicken Schuber und den beiden Fortsetzungen in einheitlicher Aufmachung. Style hat eben doch manchmal Stil. Gekauft habe ich sie mir dann aber doch nicht. Leider, aber immerhin lagen noch zahlreiche Sets herum.
Daneben sahen meine ungläubigen Augen dann eine „Tanz der Teufel“-DVD liegen. Zunächst war ich arg überrascht, dachte ich doch, dass die freundlichen Jungs von der BPjS diesen Film seiner Zeit samt Nachfolger auf den Index gesetzt hatten. Die DVD-Rückseite betitelte den Streifen als einen der besten Genre-Filme aller Zeiten, außerdem sprang einem der Held Ash ja sprichwörtlich mit seiner Kettensäge ins Gesicht. In Aktion habe ich die bisher aber noch nicht gesehen, doch dazu gleich mehr.
Für den Rausschmeißer-Preis von 2,99€ muss ich zugreifen, ging es mir durch den Kopf. Immerhin ist es WIRKLICH ein Klassiker, ohne dass man mir das auf der DVD noch mal sagen musste. Außerdem wollte ich sehen, was der gute Herr Raimi vor Spiderman gemacht hatte. Gut, „Armee der Finsternis“ kenne ich natürlich schon. Also, zugegriffen. Was ich den Rest des Tages gemacht habe, ist hier nicht weiter von Belang, es sei nur kurz gesagt, dass ich einige Stunden in der Uni-Bibliothek verbracht habe.
Zuhause wieder angekommen, erstmal bissel gemütlich gemacht und gewartet bis es draußen einigermaßen dunkel war. Dann alle Lichter aus und jede Beziehung zum ICQ und sonst wem abgekapselt und auf dem Sitzsack vor dem PC gemütlich gemacht. Einen separaten DVD-Player habe ich NOCH nicht.
Für 2,99€ hatte ich von der DVD nicht wirklich viel erwartet, doch auch diese Vorstellungen wurden nicht erfüllt. Keine Einstellungen bezüglich Ton, bei dem Preis auch nicht unbedingt zu erwarten. Aber die Bildqualität war schon irgendwie schlecht. Farbe war in den den Film ausmachenden Nachtszenen meist nur in der Mitte zu sehen. Mal abgesehen vom Blut, welches gegen Ende zahlreich und plötzlich überall war.
Wo wir beim nächsten Punkt waren: der Film an sich war eine Aneinanderreihung von nicht herausgeschnittenen Szenen. Ich frage mich, wo der auf der DVD beworbene 80-Minüter hin ist. Denn solange habe ich gewiss nicht geschaut. Und vorgespult habe ich auch nicht. Spannend ist der Film alle Mal, gerade wenn er sich doch mal ernst nimmt. Aber auf Grund der zahlreichen Schnitte, und Schnittberichte.com gibt mir da recht, habe ich manche Stellen im Film völlig falsch verstanden. Zum Beispiel von wem Ash gerade überhaupt angegriffen wird. Wenn man nicht zeigt, dass eine gerade Begrabene gleich wieder auftaucht und schon dort getötet wird und nicht erst später, so wie ich dachte, dann kann’s das doch nicht gewesen sein. Das wiederum gibt dem Streifen auch eine Menge unfreiwilliger Komik, wie ich finde.
Die deutsche Synchro gibt dem Film auch Einiges an Komik, wobei das sicherlich nicht so beabsichtigt war. Doch trotz den ganzen Missmutigkeiten bleibt der Film ein Klassiker, natürlich nicht in der Form, wie ich ihn gesehen habe. Allen voran die Kameraarbeit finde ich sehr gut und sicherlich hat sich so mancher Kameramann von heute einige Techniken abgeschaut, besonders die Außen-Szenen, wo die Kamera knapp über Boden schnell und wackelig lang geschleift wird.
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